Urwege

Gardenaccia – Puez, Grödnertal / Südtirol Gardenaccia

Ausgangspunkt: Wolkenstein / Grödnertal, Start: Bergstation Dantercepies-Lift, Wegverlauf: Cir-Joch, Crespena-See, Gardenaccia, Puez-Hütte, Langental – Gehzeit: 5 -6 Stunden, Exkursion: 2 Stunden, Höhenunterschied: Aufstieg 200 m, Abstieg 600 m

Die weite, flache Karstlandschaft der Gardenaccia vermittelt mit ihrer Kargheit eine unwiderstehliche Kraft und Ruhe. Im Gegensatz zu den umstehenden, himmelstürmenden Zacken und Spitzen der Dolomiten, formt dieser Gebirgsstock mitten in seiner blendend weißen Steinwüste spitzkegelige dunkelrote Pyramidenformen. Die Puezgruppe hingegen leuchtet in hellem Grün – es ist eine Wanderung durch die Erdzeitgeschichte. Nichts bringt die Seele so zur Ruhe wie diese archaische, majestätische Landschaft in all ihrer Großartigkeit, lässt die Aufmerksamkeit schweifen von der gigantischen Felskulisse zu den kleinsten Pflanzen, die im Felsbett ihr Dasein finden, bis zum sagenumwobenen, grollendem See Crespeina. Vor dieser Kulisse verstummen die Alltagsgedanken, gelenkt und geleitet von einer großen Stille lassen sich Schritte finden, jenseits von Hast und Lärm. Hören auf den eigenen Pulsschlag und den des Berges, Worte verstummen, um sonst ungehörte Laute zu finden – STILLE WEGE.

 

Stoaner Mandln – Jenesien, Sarntaler Alpen, Südtirol Stoaner Mandln

Ausgangspunkt. Jenesinger Jöchl – Möltner Kaser, Stoaner Mandln, Maiser Rast, Karkofl – Gehzeit: 4 Stunden, Exkurion: 1 Stunde, Höhenunterschied: 500 m.

Die Almhöhen zwischen Sarntal und Meran 2000 sind eine weite, helle Landschaft ohne schroffe Höhen, sanft gewellt, am Saum mit einem uralten Wald bestanden, der sich wie ein Pelz um die Schultern der Erdmutter legt… Und mitten drin, auf einer kahlen Höhe stehen sie zu hunderten: neue, alte, hohe, niedere – die Stonaer Mandln – Steinmahle, geschichtet, teils aus uralter Zeit. Von ferne wirken sie wie ein skyline. Stumm steht man davor, geht mitten durch und kann sich eines heiligen Gefühls nicht erwehren. Hier war die Bachler Zottl, die Sarner Hexe zugange, machte mit dem Meraner Hexenmeister Wetter – und die wilden Wetter, die sich hier zusammen brauen sind heftigst. Die armen verleumdeten Menschen haben bitter mit ihrem Leben bezahlt. Im hellen Sonnenschein atmet diese Landschaft Licht, im nächsten Moment ist sie verdüstert und leidet keinen Menschen um sich. Bequem zu erreichen, heute sogar überlaufen, lädt dieses alte Heiligtum ein, still zu werden, dem Alltag für Stunden zu entfliehen und eine andere Zeit, eine andere Seins Weise zu atmen und zu spüren und vielleicht etwas Ruhe mit nach Hause zu nehmen, von einem sanften, stillen Tag, nahe am Himmel.

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